Im Wehrbereich IV (Hessen, Rheinland Pfalz,
Saarland) und VI (Bayern) lief damals ein Truppenversuch. Eine private
Einkaufsgesellschaft, die KBG Kantinenbetriebs- gesellschaft, nahm dort die
Funktion einer Generalpächterin wahr. Die KBG Kantinenbetriebsgesellschaft
verpachtete die Kantinen der Bundeswehr und war gleichzeitig Hauptlieferant der
Kantinen. Einkaufs- und Verkaufpreise wurden von der Gesellschaft festgelegt.
Der VPB favorisierte diese Lösung im Gegensatz zum BDK.
1975
kaufte der Bund die KBG, aus der die HBG Heimbetriebsgesellschaft mbH
hervorging. Die HBG steuerte als Bundesunternehmen, an dem das
Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesministerium der Finanzen zu
gleichen Teilen beteiligt waren, den zentralen Einkauf für alle Kantinen
der Bundeswehr. Sie war im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin nicht mehr
Lieferant, sondern nur noch Einkaufsgesellschaft. Die Verkaufspreise wurden
teilweise festgeschrieben durch das Grundsortiment. Das Grundsortiment besteht
aus hochwertigen Speisen und Getränken, die bundesweit in allen
Mannschaftsheimen der Bundeswehr zu gleichen Preisen angeboten werden.
Im Jahr der Übernahme der KBG durch den Bund folgte eine weitere
Absplitterung vom BDK durch den hessischen Landesverband. Die Mitglieder des
VHB Verein der Heimbetriebsleiter von Bundeswehrheimen für die Bereiche
Hessen, Rheinland Pfalz und Saarland befürworteten im Gegensatz zum BDK
das System der HBG. Seit der Gründung der staatlichen HBG wurden die
Kantinenpächter der Bundeswehr offiziell als Heimbetriebsleiter
bezeichnet.
Der BDK vertrat zu dieser Zeit Pächter von
Bundeswehrkantinen, von Kantinen der Polizei, des Bundesgrenzschutzes, von
Behörden und der Industrie, während die anderen beiden Verbände,
der VPB und der VHB, ausschließlich Pächter der Bundeswehrkantinen
vertraten.
Die Interessen der Pächter der Bundeswehrkantinen
wurden durch die Absplitterungen durch drei Verbände gegenüber dem
Bundesministerium der Verteidigung vertreten. Da die Interessen des VPB und VHB
ähnlich gelagert waren, beide favorisierten das System der HBG, schlossen
sich die beiden Verbände 1980 zusammen und gründeten den BHB
Bundesverband der Heimbetriebsleiter von Bundeswehrheimen.
Fortan
vertraten nur noch zwei Verbände, der BDK und der BHB, die Pächter im
Bundesministerium der Verteidigung. In den folgenden Jahren näherten sich
auch diese beiden Verbände an. Die damaligen Vorsitzenden der
Verbände, Willy Böhm (BHB) und Rolf Häußler (BDK), deren
Vorstandsmitglieder sowie eine Vielzahl der Pächter erkannten, dass die
Durchsetzung ihrer Interessen nur gemeinsam möglich und Erfolg
versprechend war.
Es wurde eine Kommission aus weitsichtigen und
ausgleichenden Mitgliedern beider Verbände gebildet, die die Aufgabe
hatte, die beiden Verbände zusammenzuführen.
Stellvertretend für alle Beteiligten sollen die folgenden Namen
genannt werden: Dieter Dier (BHB), Karl-Ernst Röhricht (BHB), Heinz
Schmadel (BDK) und Gerhard Göken (BDK).
Die Verhandlungen
verliefen erfolgreich und endeten am 19. Mai 1992 in Kassel mit der
Verschmelzung beider Verbände zum BHK Bundesverband der Heimbetriebsleiter
und Kantinenpächter.
1992 beschloss die Bundesrepublik Deutschland
die bis dahin staatliche HBG zu privatisieren.
Der BHK vertrat die
Interessen der Pächter im Zusammenhang mit der Privatisierung und war
maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt, die schließlich zur
Privatisierung der Gesellschaft im Jahr 1995 führten.
Damit wurde die Grundlage für eine
verbesserte Zukunft des Berufsstandes geschaffen.
Im September 1995 kauften die Pächter dem
Bund die bis dahin staatliche HBG ab. Als Rechtsform wurde die GmbH & Co.
KG gewählt. Die Pächter sind seit der Privatisierung die
Kommanditisten der HBG. Sie führen die Gesellschaft eigenverantwortlich
unter Berücksichtigung der Auflagen des Bundesministeriums der
Verteidigung, die der Gesellschaft zum Schutz der sozial schwächer
gestellten Wehrpflichtigen auferlegt wurden. Zu den Auflagen gehört
beispielsweise die Bereitstellung eines bundesweit einheitlichen
Grundsortiments mit Markenartikeln zu günstigen Preisen.
Der BHK
sieht sein Aufgabenfeld jedoch nicht nur innerhalb der Bundeswehr angesiedelt.
Auch in der freien Wirtschaft, in der Industrie und bei Behörden brauchen
die Kantinenpächter eine Organisation und Interessenvertretung.
Aus diesem Grund wurde der Verband im Juni 2000 in BdK Bundesverband der
Kantinenpächter umbenannt.
Am 23. September 2007, stimmte die „Außerordentliche“
Mitgliederversam-mlung einstimmig einer Satzungsänderung zu.
Durch diese Änderung wurden die sieben Regionalverbände
aufgelöst und in vier Wehrbereichsverbände
-
Ost = Berlin, Brandenburg, Sachen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen.
-
West = NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
-
Süd = Bayern und Baden Württemberg
-
Nord = Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein,
Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern
umbenannt.
Zeittafel
19. September 2010
In der ordentlichen Mitgliederversammlung wurde der langjährige
Schatzmeister durch eine Schatzmeisterin ersetzt.
Abschiedsworte des Schatzmeister.
23. September 2007
Die „Außerordentliche“ Mitgliederversammlung stimmt einstimmig
einer Satzungs-änderung zu.
Durch diese Änderung wurden die sieben Regionalverbände
aufgelöst und in vier Wehrbereichsverbände neu geordnet.
30. Juni 2000
Umbenennung des BHK in BdK Bundesverband der
Kantinenpächter
19. Mai 1992
Zusammenführung des BHB
Bundesverbands der Heimbetriebsleiter von Bundeswehrheimen und
des BDK Bund Deutscher Kantinenpächter zum BHK Bundesverband der
Heimbetriebsleiter und Kantinenpächter
1980
Verschmelzung des VPB und des VHB zum BHB
Bundesverband der Heimbetriebsleiter von Bundeswehrheimen
1975
Gründung des VHB Verein der Heimbetriebsleiter von
Bundeswehrheimen für die Bereiche Hessen, Rheinland-Pfalz und
Saarland
1972
Gründung des VPB Verein der
Pächter von Bundeswehrkantinen für den Bereich Bayern
1956
Organisation der Kantinen der Bundeswehr im BDK Bund Deutscher
Kantinenpächter
1951
Organisation der Kantinen des
Bundesgrenzschutz im BDK Bund Deutscher Kantinenpächter
1949
Organisation der Kantinen der Polizei im BDK Bund Deutscher
Kantinenpächter
Anfang des 20. Jh.
Gründung des Verbands der Kantinenpächter